Eine kurze Betrachtung über sein Werden

„Wer wird künftig deinen Kindern lehren
Speere werfen und die Götter ehren?“

 

In diesem Dichterwort Schillers spricht sich das Erziehungsideal der Menschheit aus. Körperliche Rüstigkeit und Ehrfurcht vor der Gottheit, Kraft und Gewandtheit des Körpers zu pflegen, um in einem gesunden Körper einen gesunden Geist zu erhalten. Lasst unsere Jugend turnen, spielen, wandern und schwimmen, lasst uns ihren Kampfspielen zuschauen, dort wo das uralte Erziehungsideal noch lebendig geblieben ist und lebendig bleiben wird, solange es eine gesunde Menschheit geben wird. Turnen, wie es ein Friedrich Ludwig Jahn dem deutschen Volke schenkte, dem er Inhalt und Ziel gab. In einer Zeit großer nationaler Not rief Jahn die deutsche Jugend zum Turnen und Spielen, zum Wandern und Singen.

Die Turnbewegung in Hessen, die vor rund hundert Jahren ihren Anfang nahm, fiel in die Zeit, wo die freiheitlichen Ideen die Masse des Volkes ergriffen hatte. In den größeren Städten entstanden die ersten Turnvereine. Kleinere Städte und selbst Dörfer schlossen sich an. Der erste Weltkrieg setzte der Bewegung ein Ende. Der unglückliche Ausgang des großen Völkerringens 1914/1918 konnte jedoch diesem Streben nicht Einhalt gebieten. Eben waren die ersten jungen Soldaten in die Heimat zurückgekehrt - viele waren noch in Gefangenschaft - lebte die Bewegung von neuem auf. Überall wurden Turnvereine gegründet. So auch in Münchhausen.

1m Frühjahr 1919 beschlossen 24 beherzte junge Männer, einen Verein zu gründen, um dem geselligen Leben in ihrer Freizeit und an den Sonntagen wieder Sinn und Gestalt zu geben. So entstand in der Gastwirtschaft Freiling am Bahnhof der "Sportclub Concordia", dessen Name aber schon nach wenigen Wochen in "Turn- und Sportverein Münchhausen" umgewandelt wurde.

 

Die Gründer des Vereins waren:

 

Johannes Inerle

Ludwig Simmer

Adam Hallenberger

Johannes Geil

Peter Jesberg

Christian Freiling

Daniel Schmidt

Hermann Noll

Stephan Clös

Paul Imhof

Adam Funk

Johannes Erkel

Heinrich Inerle

Johannes Engelbach

Christian Junk

Wilhelm Doge

Johannes Althaus

Heinrich Erkel

Johannes Berghofer

Kaspar Noll

Johannes Paul

Heinrich Dersch

Johannes Müller

Hermann Holzapfel

 

Die Reihen der Gründer wurden jedoch recht bald durch weiteren Zugang verdienter Vereinsmitglieder erweitert. Hier sind besonders zu erwähnen Nikolaus Naumann, Lehrer Goebel, Wilhelm Kleinschmidt, Johannes Döge und Jakob Imhof. Sie alle haben den Verein aus der Taufe gehoben und sich verdient gemacht.

 

In den Vorstand des Vereins wurden gewählt: 1) Johannes Inerle als 1. Vorsitzender, 2) Adam Hallenberger als 2. Vorsitzender, 3) Adam Funk als 1. Schriftführer, 4) Heinrich Inerle als

2. Schriftführer, 5) Christian Junk als Kassierer. Die Wahl der Turnwarte wurde auf später verschoben.

Die Gründung des Turn- und Sportvereins Münchhausen war ein sehr kühnes Unternehmen, denn keiner der Gründer war weder Turner noch konnte er turnerische Übungen leiten. Man vertraute der Zukunft und fand in dem damaligen Bezirksturnwart A. Gassmann einen treuen Helfer und Berater. Im August 1919 waren alle Formalitäten bei der Behörde, dem Bezirk und dem Gau beendet. Nun hätte das Turnen beginnen können, aber es fehlten die Geräte. Einige Mitglieder turnten mit den Kameraden des Turnvereins Todenhausen im Geil'schen Saal in Simtshausen und holten sich dort Anregung und Ausbildung. Unter den allergrößten Schwierigkeiten ging man an den Kauf von Geräten. Zunächst erwarb man einen Barren, der schon 10 Jahre im Freien gestanden hatte, dessen Holme verwittert und gebrochen und dessen Eisenteile vollkommen verrostet waren. Die Instandsetzung gelang und im Februar 1920 konnte der Turnbetrieb am Barren aufgenommen werden. Darüber herrschte große Freude. Stephan Clös war der erste Lehrmeister. An 2 Abenden wurde geturnt. Im zeitigen Frühjahr wurde mit dem volkstümlichen Turnen begonnen. Alle Turner gaben ihr Bestes. Und schon im Juli desselben Jahres konnten 2 Mitglieder, die Turner Peter Jesberg und Daniel Schmidt, am ersten Gauturnfest in Gießen teilnehmen und mit dem 44. und 48. Sieg unter 450 Teilnehmern nach Hause zurückkehren. Das gab dem Verein großen Auftrieb. Nach und nach wurden weitere Geräte angeschafft. Die immer mehr fortschreitende Inflation machte jedoch große Schwierigkeiten.

In den Sommermonaten beteiligte sich der Verein mit allen Mitgliedern an den Vereinsfestlichkeiten in Niederwetter, Sarnau und Wetter. Am ersten Bezirksturnfest in Wallau nahmen 13 Turner teil. Johannes Müller konnte hier den dritten Sieg erringen. Die Anmeldungen zum Verein nahmen zu. Im Winter 1920/21 zählte der Verein bereits über 50 Mitglieder.

In der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1921 wählt man darum 2 Turnwarte: Peter Jesberg und Daniel Schmidt. In Lehrgängen des Gaues holten sie sich in Marburg weitere Ausbildung, der Turnbetrieb wurde lebendiger und fand bei jung und alt Anerkennung im Dorf.

Am 16. und 17. Mai startete der Verein sein erstes Turnfest. 25 Vereine der näheren und weiteren Umgebung nahmen daran teil. Der Erlös aus dem Fest wurde zur Beschaffung von Geräten, Ballen, Trommeln und Pfeifen verwandt. An den Pokalwettkämpfen in Marburg beteiligten sich unsere beiden Faustballmannschaften. Die B-Mannschaft errang den Wanderpokal. Dieser ging nach dreimaligem Sieg in den Besitz des Vereins über. (Die Spieler waren: H. Göbel, D. Schmidt, Chr. Junk, P. Jesberg und H. Dersch). Außerdem wurden Faustballspiele in Biedenkopf und Gießen ausgetragen. An den Bezirkswettkämpfen im September nahmen 14 Turner mit bestem Erfolg teil.

Im Jahre 1922 beschaffte sich der Verein eine Fahne. Sie kostete 29.750 Mark. Die Fahnenweihe wurde am 21. und 22. Mai mit einem großen Turnfest verbunden, an dem sich 20 Vereine des Kreises beteiligten. Das Fest brachte einen reinen Kassenüberschuss von 911.480 Mark. Der Wert der Mark fiel von Tag zu Tag mehr und mehr. Nach dem Ende der Inflation hatte der Verein 3 RM Schulden.

In den Anfangsjahren des Vereins stand das Turnen im Vordergrund. Doch schon 1921 wurde eine Fußballabteilung angemeldet und im Jahre 1924 zum ersten Male mit einer Seniorenmannschaft Fußball gespielt. 1925/26 gründete die Fußballabteilung unter dem Vorsitz von Christian Junk einen eigenen Verein mit Namen "Frisch auf Münchhausen".

Die Jahre 1925/26 wurden durch die zunehmende Arbeitslosigkeit ein sehr großes Hindernis für den Verein. Viele alte Mitglieder konnten sich nicht mehr der Vereinsarbeit widmen.

Der seitherige Vereinsführer Johannes Inerle legte den Vorsitz nieder, an seine Stelle trat Daniel Schmidt. Treu zur Seite standen ihm W. Kleinschmidt und Jakob Imhof, der spätere langjährige 1. Turnwart. Der Turnbetrieb wurde wieder reger.

 

Der bis dahin gemeinsam genutzte Sportplatz am Triesch musste im Laufe der Jahre erweitert werden, da er sich für die Fußballspiele als zu klein erwies. Die Turner legten sich einen Platz am Waldrand links des Totenweges an und pflegten dort die Leichtathletik und die turnerischen Wettkämpfe. Hatte man zuerst im Freiling'schen Saalbau geturnt, verlegte man im Jahre 1925 den Turnbetrieb in die Scheune der Gastwirtschaft Junk, im Jahre 1928 in den neu erbauten Saal der Gastwirtschaft Krieg.

Der Turnbetrieb in besserem Raum und an besseren z. T. neuen Geräten belebte sich wieder neu, wofür die beachtenswerten Siege der Turner W. Kleinschmidt, Jakob Imhof, Christian Funk, Johann Berghöfer, Andreas Seip, Johannes Molodych, Johannes Berghöfer und Bennewitz beredtes Zeugnis ablegen. In den Bezirkswaldlaufmeisterschaften in Münchhausen im Jahre 1932 wurde Münchhausen 1. und in 1935 bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften für Leichtathletik in Marburg in der C-Klasse 3. Mannschaftssieger. (Heinrich Hassel: 100 m Lauf und Kugelstoßen, Prior: Weitsprung, Heinrich Holzapfel: 800-, 1500- und 3000 m Lauf. Die 4 x 100 m Staffel wurde von Wilhelm und Heinrich Hassel, Jakob Imhof und Prior gewonnen. Walter Hassel holte sich in Marburg in den Deutschen Jugendmeisterschaften den Sieg).

Die besten Erfolge in turnerischen Wettkämpfen brachte der spätere Vereinsvorsitzende Heinrich Holzapfel dem Verein ein: er wurde im Jahre 1932 in den Mittelrheinischen Waldlaufmeisterschaften 4. Sieger, desgl. 4. Sieger auf dem Mittelrheinischen Kreisturnfest in Trier, er nahm teil an den Deutschen Waldlaufmeisterschaften und am Deutschen Turnfest in Stuttgart, kehrte mit beachtlichen Siegen heim und wurde Hessischer Meister über 5.000 Meter, im Jahre 1935 stellte er einen hessischen Rekord im 10.000 m Lauf auf, der erst im Jahre 1954 überboten wurde. Von 1932 bis 1938 war er Hessischer Meister im 5.000 und 10.000 m Lauf und im 20 km Straßenlanglauf.

Nach der Wiedervereinigung der beiden örtlichen Vereine im Frühjahr 1936 zu dem "Turn- und Sportverein Münchhausen" übernahm Hauptlehrer Hassel die Leitung des Vereins. Das im Sommer desselben Jahres veranstaltete gemeinsame Turn- und Sportfest auf dem Triesch erfreute sich lebhaften Zuspruchs. Jung und Alt hatte sich zu einem frohen Tag versammelt, auch der örtliche Krieger- und Gesangverein nahmen daran teil. Turnerische Wettkämpfe aller Art und Ballspiele erfreuten die Teilnehmer. Zum ersten Male traten auch die Turnerinnen des Vereins auf, ihre Volkstänze und Spiele fanden überall lebhaften Beifall.

An dem Gauturnfest in Biedenkopf im Jahre 1938 nahm der Verein mit einer starken Mannschaft teil. Sieggekrönt kehrte die Mannschaft heim.

Mit der Errichtung einer Badeanstalt setzte sich Bürgermeister Johannes Riemenschneider bei den Jugendlichen unseres Dorfes ein bleibendes Denkmal. 1m Jahre 1938 wurde sie der Öffentlichkeit übergeben. So wurde Münchhausen eine der ersten Gemeinden im Kreise Marburg, die ein Bad ihr eigen nannte.

Doch schon bald traten neue politische Umwälzungen ein und als Folge der zweite große Weltkrieg 1939/45.

Der zweite Weltkrieg machte alle anderen Planungen auf sportlichem Gebiet zunichte. Still wurde es im Turnsaal, auf dem Sportplatz, nur im Bad tummelte sich die Jugend. Das Vereinsleben kam total zum Erliegen.

Fast 6 Jahre dauerte das gewaltige Völkerringen, dann brach Deutschlands Wehrmacht zusammen. 20 Mitglieder unseres Vereins gaben ihr Leben dahin, 9 gelten als vermisst. Nur wenige Sportkameraden kehrten aus dem Krieg zurück.

 

Nach der Kapitulation im Mai 1945 kam der totale Zusammenbruch des Deutschen Reiches. Die Siegermächte bestimmten, dass alle Vereine und Verbande aufgelöst wurden. Für die Bildung von Turn- und Sportvereinen bedurfte man einer Genehmigung, die erst nach eingehender Prüfung der politischen Unbedenklichkeit der Antragsteller erteilt wurde. Zu diesem Zweck war bei den jeweiligen Landratsämtern ein Ausschuss für Kultur und Sport eingerichtet worden.

Deutschland war in vier Besatzungszonen aufgeteilt und jede Zone hatte ihre eigenen Anschauungen, wie Vereine behandelt werden sollten.

Aber allem Elend zum Trotz fanden sich Anfang 1946 vorwiegend junge und auch aus dem Krieg heimkehrende Männer zusammen, die sich dafür einsetzten, dass der Verein wieder neu gegründet werden konnte.

 

Der erste Vorstand nach den Kriegswirren war:

 

1. Vorsitzender

Lehrer Hassel

Kassenwart

Johannes Imhof

Schriftführer

Stephan Erkel

 

Nach einem Testspiel in Roda startete dann die 1. Fußballmannschaft bereits Ende Februar 1946 in Amönau in folgender Aufstellung:

 

Heinrich Schott

 

Daniel Paul

Heinrich Dönges

 

Joh. Sauer

Franz Imhof

Wilhelm Dersch

 

Jakob Noll

Joh. Althaus

A.Grautstück

Joh. Imhof

Aug. Schüßler

 

In der laufenden Meisterschaft, die im Spieljahr 1946 gestartet wurde, waren folgende Mannschaften in unserer Gruppe:

Sterzhausen, Sarnau, Goßfelden, Caldern, Wehrda, Amönau, Cölbe, Oberrosphe, Unterrosphe, Reddehausen und Mellnau.

Die Mannschaft von Sterzhausen wurde Meister und machte den Durchmarsch von der B­Klasse bis zur Bezirksliga und spielte später mit den großen Mannschaften von Marburg, Breidenbach, Hartenrod und Dillenburg zusammen.

Aber bereits in der 2. Meisterschaftsrunde wurde die Mannschaft von Münchhausen Gruppensieger und spielte gegen die anderen Gruppensieger aus dem Marburger Raum eine sogenannte Aufstiegsrunde auf neutralen P1ätzen. So z.B. in Cölbe und in Bürgeln.

Unsere damaligen Mitaufstiegsaspiranten waren die Mannschaften aus: Niederofleiden, Erksdorf, Niederweimar und Josbach.

Weitere Höhepunkte aus dem Jahr 1947 war das Hessenpokalspiel gegen den damals sehr starken TSV Frankenberg, der seinerzeit in der Landesliga spielte und mit vielen Flüchtlingen, Zugezogenen und aus der Gefangenschaft entlassenen fremden Spieler eine Startruppe war. Da war z.B. Toni Drescher aus Prag - Nationalspieler, Hans Stobba aus Preußen Dellbrück, Oberligaspieler Billen aus Nürnberg, Tempelhagen aus Berlin, Pfaffrath aus Köln usw.

1949 gab es ein Freundschaftsspiel am 2. Pfingsttag in Roda, welches unsere Mannschaft mit 9:0 gewann. Nach dieser Niederlage meldeten sich 2 weitere Ernsthäuser Spieler - nämlich Eberhard Engel und Hans Schmidt in Münchhausen an und spielten in der neuen Runde für den TSV.

Weitere Spieler aus dieser Zeit waren:

Stephan Erkel, Kaspar Noll, Hans Paul, Heinrich Junk, Helmut Neebe, Heinrich Hampel, Eberhard Hirth, Fritz Schenk, Jupp Okun, Konrad Keßler, Jakob Noll, Hans Dersch, Hans Schmidt, Jakob Imhof, Christian Engel, Anton Weber, Heinrich Achenbach, Karl Berghöfer, Jakob Inerle, Eberhard Engel, Konrad Feußner.

 

Ein Höhepunkt des Vereinslebens war das Kreisturnfest im Jahre 1949. Daniel Schmidt, Mitbegründer des Vereins und damaliger Vorsitzender, hatte alles aufgeboten, ein wirkliches Turnfest zu veranstalten. Es war ihm auch voll und ganz gelungen.

 

Der Sportplatz am Triesch genügte nicht mehr den Anforderungen, auch war seine Benutzung durch den dauernden Abbau von Sand und Steinen gefährlich geworden. Man plante die Anlage eines neuen Sportplatzes. Im Jahre 1951 wurde dieser Plan verwirklicht. Schon vor dem Kriege trug man sich mit dem Gedanken, den neuen Sportplatz in der Nähe des Bades anzulegen. Hier hatte die Gemeinde ein größeres Grundstück, das durch Ankauf und Austausch anliegender Grundstücke verbreitert werden konnte. Dank des Entgegenkommens der Gemeindebehörde konnte der Verein mit der Instandsetzung des Platzes beginnen. In wochenlanger Arbeit legten fast alle Vereinsmitglieder und Freunde und Gönner des Vereins Hand an und schufen diesen für damalige Verhältnisse schönen Platz. Die Firma Schied in Ernsthausen stellte Gleise und Wagen unentgeltlich zur Verfügung, um die Erde für die Planierung fortzubewegen. Die Bauersleute mit ihren Gespannen machten alle Fahrten kostenlos.

Die Einweihung des neuen Sportplatzes war am 19. Juni 1951. Die Fußballabteilung des Vereins nahm einen neuen Aufschwung. Sie brachte es durch fleißiges Training zur führenden Stellung in der B-Klasse. Im Frühjahr 1955 wurde der Platz durch eine Planierraupe neu eingeebnet und unterhalb des Bades verbreitert und für die Anlage einer 100 m Aschenbahn hergerichtet.

Heinrich Clös betreute die Jugend in leichtathletischen Wettkämpfen, im Spiel und am Gerät. So nahmen die Leistungen bei unserer Jugend einen beachtlichen Aufschwung.

In diesen Jahren übernahm der bis dahin nicht nur sportlich hervorgetretene, sondern auch schon lange Jahre im Vorstand mitverantwortliche Heinrich Holzapfel die Führung des Vereins. Über 15 Jahre hat er den Verein geführt und in dieser Zeit sich maßgebend für den Bau der Turnhalle eingesetzt. Diese große Aufgabe - der Bau einer Turnhalle mit Umkleideräumen - wurde im Jahre 1955 verwirklicht. Mit den Feierlichkeiten des Gauturnfestes 1955 konnte der Verein mit großem Stolz die Turnhalle einweihen.

Die Gemeinde Münchhausen konnte mit allergrößtem Recht stolz sein auf dieses wunderschöne Bauwerk und die ideale Anlage, die durch Selbsthilfe geschaffen wurde, wie sie weit und breit im Hessenland zu dieser Zeit nicht anzutreffen war: Bad, Sportplatz und Turnhalle unmittelbar nebeneinander.

Zur sportlichen Bilanz der Fußballabteilung in den 50er und 60er Jahren ist anzumerken, dass man sich im Jahre 1957 dem Fußballkreis Frankenberg anschloss und von Anfang an hier eine führende Rolle in der B-Klasse spielte.

Der Trainingsfleiß der Spieler und die Mühen aller Verantwortlichen schienen 1960 in Erfüllung zu gehen, denn der Aufstieg in die A-Klasse wurde mit deutlichem Abstand geschafft. Leider konnte der Klassenerhalt nicht erreicht und der schwere Weg zurück in die B-Klasse musste angetreten werden. Mit einer großen Leistung wurde aber der Wiederaufstieg im ersten Anlauf geschafft. Durch viele widrige Umstände konnte der Klassenerhalt wieder nicht verwirklicht werden. Seit dieser Zeit spielte die 1. Mannschaft viele Jahre unter den Trainern Stengel, Torwart Helmut Mayer und zuletzt Dittmar Porrey mit gutem Erfolg in der B-Klasse Frankenberg. Mehrere Male wurde der Aufstieg nur äußerst knapp verpasst.

 

Auch wurde die Jugendarbeit stark gefördert. Einen großen Erfolg konnte die A­Jugendmannschaft 1968 unter Trainer Johann Payer mit dem Kreispokalsieg nach dem Endspielerfolg gegen die Mannschaft des TSV Röddenau mit 6:5 in Battenfeld erreichen.

1967 wurde der heutige Ehrenvorsitzende Friedrich Knolle zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Führung blühte das Vereinsleben neu auf. Unvergessen bei vielen Vereinsmit­gliedern sind die von ihm hervorragend organisierten Fahrten nach Holland, wodurch sich bis zum heutigen Tage viele Freundschaften und Gegenbesuche entwickelt haben. 1974 wurde Hans Heck Nachfolger im Vorstandsamt. Nach 6-jähriger Amtszeit wurde er 1980 von Heinrich Funk abgelöst, der den Verein ebenfalls 6 Jahre führte.

Zu den größten Leistungen des Vereins Anfang der 80er Jahre zahlte sicherlich der langersehnte Bau eines eigenen Sportheimes. Der damalige 1. Vorsitzende Heinrich Funk war es vor allem, der sich durch großen persönlichen Einsatz für den Bau des Sportheimes einsetzte und auch maßgebend an der Planung und Realisierung beteiligt war.

Die alten Umkleidekabinen in den Katakomben der alten Turnhalle entsprachen schon lange nicht mehr den heutigen Anforderungen. In fast vierjähriger Bauzeit konnte unter der tatkräftigen Mithilfe vieler Sportkameraden das TSV - Vereinsheim im Frühjahr 1986 fertig gestellt und seiner Bestimmung übergeben werden.

Nahezu alle Arbeiten wurden in Eigenleistung erbracht, wobei die Gemeinde, das Land sowie der Hessische Fußballverband finanzielle Unterstützungen gewährten.

Nach einhelliger Meinung ist es dem TSV Münchhausen mit dem Bau dieses Sportheimes gelungen, ein wahres Schmuckstück zu errichten, worauf die Verantwortlichen des TSV sowie die an dem Bau beteiligten Vereinsmitglieder besonders stolz sind.

Neben der Funktion als Umkleidekabinen soll dieses Vereinsheim vor allem als Stätte der Begegnung für jung und alt dienen. Dadurch dass alle Räume ohne Treppen zu erreichen sind und durch die Installation eines Behinderten-WC wurde auch an unsere behinderten Mitbürger gedacht.

 

In 1986 wurde Peter Berghöfer zum 1. Vorsitzenden gewählt. Nach 4 Jahren wurde er von dem bis dahin 2. Vorsitzenden Heinz Baumann abgelöst. Im Jahre des 75-jährigen Vereinsjubiläums in 1994 wurde der Verein durch den 1. Vorsitzenden Heinz Baumann und seinen Stellvertreter Peter Berghöfer geführt.

Der Aufgabenschwerpunkt in der Vorstandszeit von Heinz Baumann und Peter Berghofer bestand in der Planung und Realisierung eines neuen Fußballplatzes. Der bisherige Sportplatz befand sich inzwischen in einem miserablen Zustand. Der Vorstand des TSV Münchhausen sprach sich während der Planungsphase für einen Rasensportplatz aus, der bezüglich der Lage des alten Sportplatzes um 180 Grad in Richtung ehemaliges Schwimmbad gedreht werden sollte. Dies hatte den Vorteil, dass noch genügend Fläche für einen kleinen Trainingsplatz sowie für einen Festplatz vorhanden blieb. Die Planungs- und Genehmigungsphase gestaltete sich äußerst schwierig, da zunehmend die Belange des Naturschutzes Berücksichtigung finden mussten. Besonders problematisch war, dass die bestehende Verrohrung der Lippersbach unter dem alten Sportplatz herausgenommen werden musste und eine neue Verrohrung nicht mehr genehmigungsfähig war. Als Folge mussten im Vorfeld des Sportplatzneubaues zunächst die Bachläufe von Hutschbach und Lippersbach um den neuen Sportplatz herum verlegt werden. Nur durch die tatkräftige Unterstützung des Bauträgers des neuen Sportplatzes, der Gemeinde Munchhausen und insbesondere von Burgermeister Carle konnten die Genehmigungsbehörden von der Vorteilhaftigkeit unserer Planungsvorstellungen überzeugt werden und letztendlich die Baugenehmigung für den neuen Sportplatz erwirkt werden.

 

Mit den Bauarbeiten konnte dann im Oktober 1991 begonnen werden. Während der fast zweijährigen Bauphase wurden die Heimspiele des TSV Münchhausen auf dem Sportplatz in Oberasphe ausgetragen. Nach Auffassung sowohl der aktiven Fußballer als auch aller Fußballfreunde ist es den ausführenden Firmen Bauer, Cölbe und Schmidt, Lang-Göns gelungen, einen wunderschönen und hervorragend bespielbaren Rasensportplatz zu errichten. Die Installation der Flutlichtanlage und der Beregnungsanlage sowie das Aufstellen von Ballfangzäunen und Zuschauerbarrieren wurden vom Verein in Eigenleistung durchgeführt.

Die Einweihung des neuen Rasensportplatzes wurde mit einem großen Sportfest vom 9. bis 11. Juli 1993 gefeiert. Vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse konnte zu einem freundschaftlichen Vergleich einer Großgemeindeauswahl Fortuna Düsseldorf empfangen werden.

Als weitere Abteilungen haben sich im TSV Münchhausen die Sparten Tischtennis und Tennis etabliert, wobei die Tennisabteilung organisatorisch und finanziell eigenständig ist. Dazu kommt eine Damengymnastikgruppe, die im Jahre 1967 gegründet wurde und demzufolge in 1992 bereits ihr 25-jähriges Bestehen feiern konnte. Die Übungsstunden für die Gymnastikgruppe und die inzwischen gegründete Seniorengruppe werden bereits seit mehreren Jahren von unserer sehr engagierten Übungsleiterin Angelika Althaus geleitet. Durch zahlreiche Auftritte bei Sportfesten und Karnevalsveranstaltungen konnte man sich über den hervorragenden Leistungsstand unserer Gymnastikdamen überzeugen. Seit 2000 wird ebenfalls unter der Leitung von Angelika Althaus in den Sommermonaten die moderne Sportart Nordic Walking (durch den Burgwald) angeboten, die sich großer Beliebtheit bei jungen und auch älteren Sportkameradinnen erfreut.

Die Tischtennisabteilung des TSV Münchhausen wurde in 1971 gegründet. Durch die sehr gute Jugendarbeit konnte die Anzahl der Mannschaften permanent gesteigert werden und auch im Seniorenbereich stellte sich der sportliche Erfolg mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse ein. Von Leistungsspielern bis Hobbyspielern sind alle Interessierten in der Abteilung Tischtennis vereinigt. Bei kaum einer anderen Sportart lässt sich gemeinsamer Leistungssport und Breitensport so gut verbinden.

 

Den Seniorenfußballer gelang nach vielen Jahren in der B-Klasse Frankenberg, in denen der Aufstieg mehrmals denkbar knapp verpasst wurde,  in 1985 der langersehnte Aufstieg in die A-Klasse Nord unter dem damaligen Trainer Ortner. Mehrere Jahre konnte man sich in der A­Klasse sowie nach Neueinteilung der Spielklassen in der Bezirksliga Marburg/Frankenberg etablieren. Leider musste in der Saison 1992/93 der äußerst unglückliche Abstieg zurück in die A-Klasse Frankenberg in Kauf genommen werden. Doch bereits in der darauffolgenden Saison 1993/94 wurde die Mannschaft mit ihrem Trainer Roland Ochs Meister der A-Klasse Frankenberg und schaffte somit den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Ein sportlich sehr schöner Erfolg im 75. Jubiläumsjahr. Die Fußballabteilung wurde in diesen Jahren von Johann Payer und nachfolgend von Wilfried Kessler geführt. Weitere Trainer in den 80er und 90er Jahren waren Volker Born als erfolgreiche Spielertrainer, Stefan Peter und Dieter Mallee. Für die Spielrunde 1994/95 konnte mit Uwe Weide von der SG Lahnfels ein weiterer qualifizierter Spielertrainer gewonnen werden. Trotz personeller Verstärkungen war die gesamte Saison vom Kampf um den Klassenerhalt geprägt. Erst im letzten Saisonspiel beim TSV Wohratal konnte die Mannschaft mit einer unglaublichen Energieleistung mit einem 4:4 Unentschieden den Klassenerhalt endgültig sichern, obwohl man zur Halbzeit bereits 3: 1 zurücklag und durch 2 Platzverweise fast aussichtslos auf die Verliererstraße geraten war. Die mitgereisten Fans werden sicherlich noch lange an dieses nervenaufreibende Saisonfinale zurückdenken.

Unter der weiteren Führung von Spielertrainer Uwe Weide wurde die Spielsaison 1995/96 zum sportlich erfolgreichsten Jahr seit Bestehen der Fußballabteilung. Begünstigt durch einen hervorragenden Saisonstart mit mehreren Siegen in Folge konnte zum Saisonende ein sehr guter 6. Tabellenplatz erreicht werden. Der Saisonverlauf 1995/96 wurde leider durch den plötzlichen Tod des Fußballabteilungsleiters Wilfried Kessler Ende 1995 überschattet. Mit Wilfried Kessler verlor der TSV Münchhausen einen zuverlässigen und untadeligen Sportkameraden, der sich von frühester Jugend an als aktiver Spieler und später als Vorstandsmitglied für die Belange der Fußballer engagierte. Als Nachfolger für Wilfried Kessler wurde in der Jahreshauptversammlung des TSV Münchhausen im Januar 1996 mit Horst Dersch, Dietmar Porrey und Rolf Stadtler ein Dreier-Gremium gewählt. Seit 1998 ist Horst Dersch der alleinige Leiter der Fußballabteilung.

 

Im Bereich des Jugendfußballes wurde nach vielen Jahren der Eigenständigkeit erstmals für die Spielsaison 1973/74 eine Spielgemeinschaft mit dem SV Wollmar geschlossen, die auch einige Jahre gut funktionierte. Doch nachdem diverse Unstimmigkeiten aufgetreten waren, wurde die Spielgemeinschaft wieder gelöst und Anfang der 80-iger Jahre eine neue Jugendspielgemeinschaft mit dem TSV Ernsthausen gegründet. In dieser Spielgemeinschaft erlebte der Jugendfußball in Münchhausen und Ernsthausen seine sportlichen Höhepunkte. Unter der Leitung von engagierten Trainern und Betreuern (u.a. Helmut Mayer, Heinrich Berghofer, Hans-Konrad Dersch, Heiner Neumann, Gerrit Konrad) wurden von den C-, B- und A-Jugendmannschaften mehrere Kreismeistertitel und Kreispokalsiege errungen. Sowohl die B- als auch die A-Jugendmannschaft konnte mehrere Spielrunden in der Bezirks­leistungsklasse mitspielen. Von dieser guten Jugendarbeit profitierte sowohl der TSV Münchhausen als auch der TSV Ernsthausen enorm, da in beiden Seniorenmannschaften viele Spieler aus dieser erfolgreichen Jugendarbeit lange Jahre zu den Stützen der jeweiligen Teams zählten.

Ab der Spielsaison 1993/94 wurde eine Jugendspielgemeinschaft auf Großgemeinde­ebene mit den Vereinen RSV Simtshausen, SV Wollmar, TSV Asphe und zusätzlich SV Fronhausen gegründet, die jedoch von Anfang an unter keinem glücklichen Stern stand. Durch die Vielzahl der beteiligten Vereine und Dörfer, aus denen Spieler an der JSG mitwirkten, erfolgte zunehmend ein Auseinanderdriften und eine Verzettelung der Jugendarbeit. Der Vorstand des TSV Münchhausen beschloss daher, die JSG wieder zu kündigen und Verhandlungen mit dem TSV Ernsthausen auf eine Wiederaufnahme der ehemals erfolgreichen Jugendspielgemeinschaft zu führen. Nach einer entsprechenden Vereinbarung mit dem TSV Ernsthausen nehmen die Jugendfußballer des Vereins ab der Saison 1997/98 wieder in einer gemeinsamen JSG mit Ernsthausen am Spielbetrieb teilnehmen.

An dieser Stelle sei den langjährigen Jugendleitern Hans-Konrad Dersch, Michael Boßhammer, Tore Böckler und Reinhard Heimel, für ihre uneigennützige und engagierte Arbeit im Dienste der Jugendlichen des Vereins herzlich gedankt. Jugendleiter im Jahr des 90-jährigen Vereinsjubiläums 2009 ist Günter Schmidt, der selbst mit großem sportlichen Erfolg die B-Jugendmannschaft trainiert. Seit 2008 wurde in den älteren Jahrgängen C-, B- und A-Jugend der demographischen Entwicklung folgend die JSG Ernsthausen/Münchhausen noch um die Jugendspieler des VfB Wetter erweitert.

 

Die größten sportlichen Erfolge im Bereich des Fußballs errang in den letzten Jahren sicherlich unsere Damenmannschaft. Die als 2. Mannschaft vom TSV Battenberg übernommenen Spielerinnen nahmen in der Saison 1984/85 den Spielbetrieb auf. Nach mehreren errungenen Meisterschaften in Folge gelang der angestrebte Aufstieg in Hessens höchster Spielklasse der Oberliga. Innerhalb kurzer Zeit war es gelungen, um die beiden Münchhauser Eigengewächse Birgit Funk und Sigrid Baumann eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen. Durch ihre hervorragende technische und offensive Spielweise hatten unsere Damen im Verein innerhalb kurzer Zeit viele Freunde gewonnen, die sie bei den Spielen in nah und fern tatkräftig unterstützten. Der größte sportliche Erfolg gelang im Jahre 1991, in dem sowohl die Hessenmeisterschaft als auch der Hessenpokal gewonnen wurde. Ein für den Verein wohl einmaliger sportlicher Erfolg.

 

Unvergessen bleiben sicher vielen Vereinsmitgliedern und Freunden der Damenmannschaft die Aufstiegspiele zur Damen-Bundesliga im Frühsommer 1991. Die Heimspiele wurden vor mehreren hundert Zuschauern ausgetragen. Selbst in den Auswärtsspielen bis nach München begleiteten viele Fans die Mannschaft, um durch eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung den Spielerinnen den Rücken zu stärken. Leider wurde als Tabellenzweiter der Aufstiegsrunde der erhoffte Aufstieg in die Damen-Bundesliga denkbar knapp verfehlt. Aufgrund dieser großen sportlichen Erfolge war das plötzliche Aus für die Damenmannschaft für Vorstand, Verein und Fans um so ernüchternder. Aufgrund zahlreicher Spielerinnenabgänge belegte man in der Saison 1992/93 in der Oberliga mit einem sehr dünnen Spielerinnenkader nur den letzten Tabellenplatz. Durch weitere Abmeldungen am Ende der Saison war es nicht mehr möglich, für die neue Saison 1993/94 eine Mannschaft zu melden.

 

Seit Ende der 90er Jahre spielen neben der Jugend- auch die Seniorenfußballer in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Ernsthausen. Aufgrund zunehmenden Spielermangels entschloss sich der Vorstand des TSV Münchhausen mit dem Nachbarverein TSV Ernsthausen auch eine Seniorenspielgemeinschaft einzugehen. Die Aufgabe der fußballerischen Eigenständigkeit war mit vielen Emotionen behaftet und führte auch zu Widerständen im Verein. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung votierten dennoch eine deutliche Mehrzahl der anwesenden Mitglieder für die Spielgemeinschaft, um den Spielbetrieb auch weiterhin sicherstellen zu können. Nach mehreren Jahren des Zusammenwachsens mit dem Nachbarverein TSV Ernsthausen kann der Zusammenschluss zu einer Spielgemeinschaft als der richtige Weg für eine langfristige Sicherung des Spielbetriebs gewertet werden. In 2009 geht man bereits in das 10. Jahr der Senioren-Spielgemeinschaft mit dem TSV Ernsthausen

Die Seniorenfußballer der Spielgemeinschaft konnten sich in den letzten Jahren mal im vorderen mal im hinteren Mittelfeld der Kreisliga A Frankenberg/Marburg behaupten. Trainiert wurde die SG bisher von Sven Stange, Klaus Mund, Walter Michel, Michael Mohr und seit der Saison 2008/2009 erneut von Klaus Mund.

In der Jugendspielgemeinschaft wurden in den vergangenen Jahren mehrere Kreismeisterschaften und Kreispokalsiege errungen, womit die Weichen auf eine gute sportliche Zukunft gestellt wurden. Die D-Jugend errang im Mai 2004 die Kreismeisterschaft und sicherte so den Aufstieg in die Bezirksliga. Die B-Jugend konnte nach einem spannenden Saisonverlauf im Mai 2009 die Kreismeisterschaft erringen. Der Aufstieg in die Gruppenliga wurde in den Relegationsspielen leider verpasst. Oberste Priorität liegt jetzt darin, die erfolgreichen Jugendfußballer an den Seniorenfußball heranzuführen.

 

Im Jahr des 90-jährigen Vereinsjubiläums 2009 wird der Verein von Michael Dersch (1. Vorsitzender seit 1996), dem 2. Vorsitzenden Jürgen Freiling, dem Kassierer Thomas Berghöfer und dem 1. Schriftführer Ingo Schimpf geführt. Weitere Vorstandmitglieder sind Stefan Funk (2. Kassierer) und Peter Berghöfer (2. Schriftführer). Die Abteilungen leiten Angelika Althaus (Turnen), Horst Dersch (Fußball), Günter Schmidt (Jugendfußball und Alte Herren) und Hans Berghöfer (Tischtennis).

 

Trotz vieler Höhen und auch Tiefen im Verlauf des 90-jährigen Vereinsbestehens können wir zu Recht Stolz auf das Geleistete sein. Neben dem Streben nach sportlichen Erfolgen gilt die Pflege der Kameradschaft und die Förderung der Jugend als höchstes Ziel der Vereinsarbeit des TSV Münchhausen.

Dank all denen, die als Vereinsvorsitzende, Vorstandsmitarbeiter, Abteilungsleiter, ehrenamtlichen Helfern und vor allen als aktive Sportler den Weg des Vereins bis hierher mit gestalteten und begleiteten, verbunden mit der Hoffnung für zukünftige Zeiten Idealisten zu finden, die unserem Sport dienen und es uns weiterhin gelingen möge, fröhliche, gesunde und lebensbejahende Menschen Freude an Sport und Spiel zu geben.

 

(Die Vereinschronik wurde bis zum Zeitpunkt des Gauturnfestes in 1955 vom ehemaligen Vorsitzenden, Ehrenvorsitzenden und Hauptlehrer Hassel erstellt, die Fortführung bis 2009 erfolgte durch den langjährigen 1. und 2. Vorsitzenden Peter Berghöfer.)